Die Geschichte der Heiligen Birma Katze Picture

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[Übersetzt von Jutta Veit, Amarycoon]

Von Nora & Ron Thayer, Taron Birmans

Name : Birman (Englisch); Sacre de Birmanie (Französisch); Heilige Birmaan (Niederländisch). Auch bekannt als Heilige Katze von Burma.

Ursprung

Es wird angenommen, dass die Hl. Birma im Westen von Burma beheimatet ist. In sehr alten Dokumenten aus Thailand wird nachgewiesen, dass dort Katzen mit ähnlichen Merkmalen vorkamen. In einer Geschichte wird versichert, dass ein Katzen-Pärchen dem Engländer Major Gordon Russell und seinem Freund August Pavie von einem Geistlichen des Volkes der Khmer als Geschenk überreicht wurde. Eine andere Geschichte berichtet, die Katzen seien von einem Amerikaner namens Vanderbilt erworben worden, einem Bediensteten, der im Tempel von Lao-Tsun gewesen sei, in welchem die Katzen als heilige Tiere gehalten wurden.


Poupee de Madalpour 1928

Wie auch immer der Name der neuen Besitzer war, die Überlieferungen stimmen darin überein, dass zwei Katzen nach Frankreich gebracht wurden, das männliche Tier jedoch während der Reise starb. Weiterhin ist überliefert, dass die Katze namens Sita Jungtiere geboren habe. Eines ihrer Jungen trug den Namen Poupee de Madalpour.


Die frühen Birmesen

Dieu d'Arakan 1931

Es ist zweifelsfrei belegt, dass die Federation Feline Francaise im Jahre 1925 die Rasse Sacre de Birmanie als Rasse anerkannte und zu Ausstellungen zuließ. Ein Foto von 1930 zeigt ein männliches Tier mit dem Namen Dieu d' Arakan, welcher zum optischen Vorbild für die Rasse wurde. Sein Besitzer hieß M. Baudoin-Crevoisier. Er war damals sehr bekannt als Birma-Züchter. Später wurde Dieu d' Arakan an Prinzessin Ratibor verkauft, zusammen mit sechs anderen Birmesen. Sie hinterließ sie später dem Duke d' Aosta. Schließlich gingen sie in den Besitz der Countess Giriode Panissera über, deren Stammbaumlinien weltweit berühmt wurden. Während des 2. Weltkrieges gelang es M. Baudoin-Crevoisier einige Katzen unversehrt zu erhalten. Sein Champion Kater Orloff de Kaabaa und seine Katze Xenia de Kaabaa begründeten den Ursprung der heutigen Population.


Orloff de Kaabaa 1945

Die Bezeichnung Birma Katze stammt von der französischen Aussprache des Wortes Burma "Birmanie" ab. Amerikanische Züchter führten die alte französische Tradition weiter, indem sie die Namensgebung der Jungtiere in alphabetischer Reihenfolge nach Geburtsjahr beibehielten. Das Jahr 2002 ist der Buchstabe "Z", 2003 ist "A", 2004 ist "B" und so weiter. Dieser Tradition folgend ist es einfach, das Alter einer Katze von deren Namen abzuleiten. (Bemerkung: Das erste Wort im Namen der Katze ist der Zwingername des Züchters, dann folgt der Name der Katze, danach, wenn gewünscht der Name der Zucht des aktuellen Besitzers.)


Manou de Madalpour 1927

Migration

Aria de Kaabaa 1957

In Deutschland wurden die Zuchtlinien der Hl. Birma Katzen von Hanna Kreuger mit dem Zwingernamen "von Frohnau" und Liselotte von Warner mit dem Zwingernamen "von Irak" fortgeführt. Zusammen mit den Nachkommen von Orloff und Xenia bildeten sie die Keimzelle des Zuchtstamms der Nachkriegszeit.

Im Jahr 1959 erreichte die Rasse die USA, als Dr. Siepel und seine Frau von der Cattery "of the Janacques" den Zuchtkater Irrouaddi du Clos Fleuri nach Amerika importierten.

Nach Großbritannien reisten die ersten Birma-Katzen 1964. Sie kamen aus Frankreich und wurden importiert von Elsie Fisher und Margaret Richards, die gemeinsam unter dem Namen "Paranjoti" züchteten.