Einen Wurf machen
vielleicht lustig, niemals einfach
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[Übersetzt von Susanne Chotty, Av tomfjorden]

Stammbaum-Kenntnisse

Stammbaum-Kenntnisse werden oft unterschätzt. Die meisten Zuchtanfänger brauchen eine Weile, bevor sie merken, wie wichtig diese Kenntnisse sind und sie lernen erst später auf was sie in einem Stammbaum zu achten haben.

Oft stellen wir fest, dass die Katze, die wir als erstes gekauft haben, unseren Erwartung nicht gerecht wird, zum Beispiel im Hinblick auf den Stammbaum. In den Jahren, nachdem wir unsere erste Zuchtkatze gekauft haben, bekommen wir mehr und mehr Einblick in den familiären Hintergrund unserer Katze. Und es passiert mehr als einmal, dass wir nicht besonders glücklich mit dem sind, was wir entdecken. Zum Beispiel sind die Ahnen unserer Katze oft für die Zucht genommen worden und es gestaltet sich als schwierig einen passenden Partner für unser Tier zu finden. Oder es stellt sich heraus, dass einer der Ahnen seinen Nachkommen schlechte Eigenschaften vererbt hat, wie genetische Defekte oder Abweichungen zum jeweiligen Zuchtstandard.

Viele Leute wissen nicht, auf was sie achten müssen, wenn sie einen Stammbaum betrachten. Die Tatsache, dass eine Katze einen Stammbaum hat, sagt noch nichts darüber aus, ob die Katze wirklich reinrassig ist. In einigen Rassen sind sogenannte Fremdeinkreuzungen erlaubt. Für einige andere Rassen ist die Novizenklasse noch offen und Katzen ohne Stammbaum können zur Einkreuzung genommen werden, sofern die eine grosse Ähnlichkeit mit der jeweiligen Rasse haben. Beide Fälle dienen dazu, den Genpool zu erweitern. Strenge Vorschriften beschreiben, welche Katzen und welche Katzen nicht für Fremdeinkreuzungen in den jeweiligen Rassen genommen werden dürfen.

Dennoch gab es in der Vergangenheit einige unerlaubte Kreuzungen, die bis zum heutigen Tag Probleme in einigen Rassen verursachen. Wie das verbotene Point-Gen (Siamesen Farben) in den Maine Coons.

Wie können Sie sicher sein, dass der Stammbaum Ihrer Katze richtig ist? Einige europäische Katzenzuchtvereine notieren auf dem Stammbaum den EMS-Code zu jeder Katze. Für eine Norwegische Waldkatze ist die Rasseabkürzung "NFO", für eine Heilige Birma "SBI" und für eine Maine Coon "MCO". Die Beschreibung im Stammbaum "XSH" oder "XLH" besagt, dass diese Katze nicht reinrassig ist. (XSH steht für Hauskatze kurzhaarig und XLH für Hauskatze langhaarig.) Sie können auch die Beschreibung "Exp. 1. Generation" oder ähnliches im Stammbaum finden. ("Exp." steht für englisch experimental = Versuch). Auch hier handelt sich um keine reinrassige Katze.

Auch wenn Sie nicht alle Zeichen, Codes und Abkürzungen in einem Stammbaum kennen, sind Sie doch in der Lage zu erkennen, ob alles in Ordnung ist. Sie müssen nur logisch denken und aufmerksam sein. Wenn alle Tiere die gleichen Abkürzungen haben, ausser ein oder zwei, fragen Sie nach Erklärungen. Nehmen Sie Kontakt zu anderen Züchtern auf, oder zu dem Verein, der den Stammbaum ausgestellt hat. Diese können Ihnen erklären, was mit der Abkürzung gemeint ist, und warum diese ein oder zwei Katzen eine andere Beschreibung haben. Unterstellen Sie niemals, dass ein Stammbaum für Qualität und Rechtschaffenheit steht, weder für den Züchter, noch für die Katze. Untersuchen Sie die Sachlage selbst und versuchen Sie bis zum Grund durchzudringen, für so viele Generationen wie möglich. Ein Stammbaum ist keine Garantie!

Zum Schluss gibt es noch andere Dinge, die Sie aus dem Stammbaum Ihrer Katze ableiten können, wie den Inzuchtfaktor. Um den Inzuchtfaktor so genau wie möglich zu bestimmen, ist es sehr wichtig hinter die vier oder fünf Generationen, die im Stammbaum gelistet sind, zu blicken. Wenn Sie sehen, dass der Name einer Katze mehr als einmal erwähnt wird, werden Sie nicht lange brauchen, um zu erkennen, dass hier Inzucht stattgefunden hat. Der Grad der Inzucht kann durch Stammbaum-Programme berechnet werden, wie zum Beispiel PawPeds.

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