Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

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[Übersetzt von Petra Hartmann, Helkenberg cattery]

Die hypertrophe Kardiomyopathie ist eine genetische Erkrankung des Herzens, die sowohl Katzen, Hunde und Schweine als auch Menschen befallen kann. Wie diese Erkrankung über Generationen hinweg weitergegeben wird, ist noch nicht eindeutig belegt. Seit den 1970er Jahren ist jedoch bereits bekannt, dass HCM ein häufiger Grund für Herzversagen, Thromben und plötzlichen Herztod bei Katzen ist. Eine bedeutende Studie wurde in den USA an Maine-Coon-Katzen durchgeführt und ergab, dass HCM bei dieser Katzenrasse durch ein einziges dominantes Gen vererbt zu werden scheint.

Ein normales Herz
Ein normales Herz


Ein Herz, diagnostiziert mit HCM
Ein Herz, diagnostiziert mit HCM

HCM wird charakterisiert durch eine anomale Verdickung des Herzmuskels, die sich hauptsächlich in Höhe der linken Herzseite zeigt. Aufgrund der Verdickung des Herzmuskels verliert das Herz an Elastizität, wodurch es sich weniger leicht füllen kann. Eine zweite Folgeerscheinung ist, dass immer weniger Platz für das Blut in der linken Herzkammer zur Verfügung steht. Dies führt dazu, dass eine geringere Menge Blut als normalerweise üblich bei jedem Herzschlag durchgepumpt werden kann. Ein verdickter Herzmuskel kann zudem Turbulenzen im Blutfluss (Wirbel, Strömungen) auslösen oder Herzklappenverschlussfehler hervorrufen und dadurch Herzgeräusche verursachen, die der Tierarzt mit dem Stethoskop hören kann.

Einige Katzen mit HCM können Flüssigkeit in den oder um die Lungen herum ansammeln, was zu erschwerter Atmung führen kann. Andere Tiere zeigen keinerlei äußere Anzeichen, können aber plötzlich aufgrund einer plötzlich auftretenden, sehr schweren Rhythmusstörung tot umfallen. Manche Katzen entwickeln Blutgerinnsel, die eine Lähmung der Hinterbeine verursachen können.

HCM ist kein angeborener Defekt. Die Erkrankung entwickelt sich sehr langsam. Katzen, die an HCM erkranken, sind in den ersten sechs Lebensmonaten häufig völlig symptomfrei und nicht diagnostizierbar. Es kann mehrere Jahre dauern, bevor man eine HCM mit Sicherheit feststellen kann. Untersuchungen sollten deshalb von erfahrenen Kardiologen vorgenommen und Echokardiographien in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Der Schwedische Maine Coon Katzenclub (Maine Coon Katten) hat ein HCM-Gesundheitsprogramm erarbeitet, das am 1. Januar 2004 ins Leben gerufen worden ist. Dieses Gesundheitsvorsorgeprogramm wird seit Juni 2010 von Pawpeds geleitet. Züchter aller Rassen sind eingeladen, sich diesem Programm anzuschließen.


Gibt es eine Heilung?

Leider kann HCM nicht geheilt werden, doch betroffene Katzen können medikamentös behandelt werden. Abhängig von den Symptomen des Tieres und dem Zustand des Herzens, werden Beta-Blocker und/oder ACE-Hemmer eingesetzt.

Wie wird ein HCM Test durchgeführt?

Das Herz der Katze wird mit einem Ultraschallgerät (Echokardiographie) untersucht, um feststellen zu können, ob abnorm verdickte Stellen vorhanden sind, und um zu sehen, wie das Herz schlägt und wie das Blut fließt.

Die Untersuchung ist schmerzfrei und wird für gewöhnlich von der Katze gut toleriert. Falls sich die Katze unwohl fühlt, wird vorgeschlagen, ihr eine leichte Narkose (Injektion) zu verabreichen, da es wichtig ist, dass sich die Katze auf dem Untersuchungstisch ruhig verhält.

Manchmal ist es notwendig, die Katze an der Stelle des Körpers, an der die Untersuchung vorgenommen wird, zu rasieren. Bei manchen Katzen reicht aber auch aus, das Fell ein wenig zu teilen. Um einen guten Kontakt zur Haut der Katze herzustellen und ein gutes Bild zu bekommen, wird ein Gel aufgetragen. Die Untersuchung dauert 30-40 Minuten.

Weitere Informationen zum HCM-Test erhalten Sie Hier.
Empfehlungen für Tests und Zucht können Sie Hier nachlesen.

Clubs, die derzeit am Gesundheitsprogramm teilnehmen: